Interview – Schriftsteller David Foenkinos: Wiedersehen mit Mauritius im Heritage Le Telfair

David Foenkinos, französischer Schriftsteller, Theaterautor und Filmemacher, war kürzlich im Heritage Le Telfair zu Gast. Nach vierzig Jahren war seine Rückkehr auf die Insel von starken Emotionen und lebendigen Kindheitserinnerungen geprägt. In diesem Gespräch schildert er seine Eindrücke von der Schönheit Mauritius’, der Herzlichkeit ihrer Menschen und der Inspiration, die er aus seiner Zeit hier gewonnen hat..

Was bedeutet diese Rückkehr nach Mauritius für Sie?

Es ist sehr bewegend, ja fast überwältigend. Mein Vater arbeitete hier, als ich sieben oder acht Jahre alt war. In den frühen 1980er-Jahren kam ich deshalb oft nach Mauritius. Diese Aufenthalte haben sich tief in mir eingeprägt, und schon damals träumte ich davon, eines Tages zurückzukehren.

Mein Vater leitete den Kontrollturm des Flughafens. Weil meine Mutter in Frankreich arbeitete und wir kostenlos fliegen konnten, besuchten wir ihn regelmäßig. So lernte ich das Mauritius der 80er Jahre kennen, mit seinen Menschen, unserem Haus und dem Alltag. Für einen kleinen Jungen aus Paris war das eine prägende Erfahrung.

Seitdem war ich nie wieder hier. Vor einiger Zeit erhielt ich die Einladung, bei einem Literaturfestival auf Réunion zu sprechen. Ich nahm an und dachte sofort: Das ist die Gelegenheit, nach Mauritius zurückzukehren. Und so begann mein Wiedersehen mit der Insel, nach 40 Jahren.

Wie war Ihr Aufenthalt im Heritage Le Telfair?

Luftaufnahme von Heritage Le Telfair, Mauritius

„Ich bin mit meiner Tochter hier, und wir genießen gemeinsame Ferien. Besonders eindrucksvoll war unser Ausflug ins Bel Ombre Nature Reserve: unberührte Natur, weite Landschaften, eine Schönheit, die uns tief berührt hat.“

Inspiriert Sie die Insel für Ihr Schreiben?

„Ja, Mauritius ist eine ausgesprochen inspirierende Insel. Schon die Fahrt vom Flughafen quer durchs Land, vorbei an Tempeln und Kapellen, spiegelt diese kulturelle Vielfalt und diesen Reichtum, die einen tiefen Eindruck hinterlassen.

Ich fragte mich, ob das Mauritius meiner Kindheit inzwischen vom Tourismus überlagert sei. Doch man spürt, dass das Leben hier nach wie vor unverfälscht und lebendig ist. Heute Morgen etwa haben wir mit der Bootsbesatzung gesprochen, die uns aus ihrem Alltag erzählt hat.

Und genau das inspiriert mich: weniger die Landschaften, vielmehr die Menschen und ihre Geschichten.“

Was schätzen Sie hier am meisten?

„Hier ist es nie laut, und genau das liebe ich. Wahre Erholung bedeutet Stille, das sanfte Rauschen des Meeres reicht vollkommen aus. Für mich liegt Erholung in dieser Ruhe und in dieser besonderen Atmosphäre.“

Drei Worte, um Ihren Aufenthalt zusammenzufassen?

„Drei Worte? Ganz einfach: die Sehnsucht, wiederzukommen.“